PSA (Prostataspezifisches Antigen)

  • VorbereitungEin Laborwert der durch eine Blutabnahme gewonnen wird.
     
  • PSA ist mittlerweile der wichtigste Marker in der Urologie.
     
  • Der PSA Wert ist  der empfindlichster Parameter in der Diagnostik und in der Therapieüberwachung eines Prostatakarzinoms/ bzw. einer Prostatakrebserkrankung.
     
  • Je höher der PSA Wert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit dass eine Erkrankung vorliegt. Dabei sind gutartige und bösartige Erkrankungen zu unterscheiden (z.B. gutartige (benigne) Prostatahyperplasie, entzündliche Prostataerkrankungen (Prostatitis) und Prostatakrebs).
     
  • Bei jedem PSA Wert kann eine Prostatakrebserkrankung vorliegen:
    Bei einem Wert zwischen 4–10 ng/ml liegt die Wahrscheinlichkeit bei 25–35 %.
    Bei einem Wert über 10 ng/ml liegt die Wahrscheinlichkeit bei 50-80%.
     
  • PSA Screening: Ziel ist die Erhöhung der Lebenserwartung durch Früherkennung von Prostatakrebs. Ob dieses Ziel erreicht werden kann ist umstritten, bzw. bisher nicht nachgewiesen. Die Verbreitung des Tests auch bei asymptomatischen Männern führte in den USA zu einem drastischen Anstieg der entdeckten Krebsfälle. Unter den entdeckten Fällen hat der Anteil von Frühstadien deutlich zugenommen.
     
  • PSA nach Prostatakrebstherapie:
    Nach radikaler Prostataoperation sollte der PSA unter der Messgrenze abfallen.
    Nach Strahlentherapie kann es zu einem vorübergehenden Anstieg kommen.
    Nach einer Hormontherapie erlauben die PSA Werte eine Erfolgsbeurteilung.
     
  • Kostenübernahme der PSA Messung:
    Bei gesunden Männern keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland. In Österreich übernehmen die Krankenkassen die Kosten und die Untersuchung ist obligater Bestandteil der urologischen Vorsorgeuntersuchung.
    Bei Männern, die an einem Prostatakrebs erkrankt sind, wird die Verlaufskontrolle auch in Deutschland von den Krankenkassen übernommen.